Was ist Yoga?

Der Begriff “Yoga” wird übersetzt mit Vereinigen, Anjochen oder Verschmelzen. Das Wort “Yoga” führt auf viele geistige und körperliche Übungen hin, die in Indien ihren Ursprung haben. Auch im Buddhismus wird das Wort “Yoga” verwendet, speziell beim Guru-Yoga, welches eine Meditationsübung ist, wo durch Hingabe und Gebet, die Verschmelzung deines Geistes, mit dem Weisheitsgeist des Meisters erfolgt. Yoga bedeutet also die Verschmelzung oder Vereinigung der individuellen Seele mit der universellen Seele. Wie kann man das erreichen?

Ein Weiser namens Patanjali hat vor ca.2000 Jahren die Yoga-Sutras verfasst. Dieses Werk wird heutzutage von jedem Yoga-Übenden als maßgebender Text über Yoga angesehen.

Patanjali´s Yoga besteht aus acht Gliedern:

Yoga ist auf ein Fundament von Ethik und persönlicher Disziplin aufgebaut. Da dies in allen Gesellschaften vorkommt, kann aus praktischer Sicht Asana (Körperhaltungen) als Beginn des Yoga angesehen werden. Durch regelmäßiges Üben der Asanas wird die Muskulatur gestärkt, die vitale Kraft erhöht und körperliche Geschmeidigkeit erzielt. Im Gegensatz zur Gymnastik/ Sport, geht es nicht um Leistung und Wettbewerb. Ein Asana ist richtig ausgeführt, wenn man kraftvoll und wach übt und gleichzeitig innerlich still und gelassen wird. Das fördert einen aufmerksamen Geist und bedeutet Meditation in Aktion.

B.K.S. Iyengar stellt die acht Glieder des Yoga als Baum dar: Die universelle ethische Disziplin von Yama sind die Wurzeln. Die Regeln für das eigene Verhalten (Niyama) bilden den Stamm.